Wie wir hier ja schon erwähnt haben, feiert METRO 2014 seinen 50. Geburtstag und darum wird bei uns nun 50 Wochen lang gefeiert. Und wie Carmen hier schon sagte, ist dies ein guter Grund, einmal auf 50 Jahre Gastronomiegeschichte in Deutschland zurückzuschauen. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen, bis zum 07.12. entweder auf Ihrem eigenen Blog oder aber als Kommentar hier bei uns.

 

Ich möchte ebenfalls meine Erinnerungen dazu beitragen – auch wenn ich natürlich von der 50 noch weit entfernt bin und darum nicht ganz so weit in die Vergangenheit blicken kann.

Ich bin Anfang der 80er geboren. Eine Zeit in der Pizza, Pasta und Co. schon zum alltäglichen Essen gehörten. Ich komme allerdings aus einem Dorf am Niederrhein, neben dem obligatorischen Italiener und einem Griechen gab es bei uns keine sonderlich große kulinarische Auswahl. Chinesisches Essen kannte ich aus Holland, die nahegelegene Grenze machte es möglich, dort von Zeit zu Zeit zu essen. Außerdem gab es bei uns schon recht früh einen kleinen türkischen Lebensmittelladen, in dem meine Mutter Vieles einkaufte, so dass Fladenbrot, Sucuk und sonstige „exotische“ Leckereien bei uns durchaus zum normalen Alltagsessen gehörten.

Doener KebabUnd dann, eines schönen Tages Anfang der 90er – ich war also etwa 10 – eröffnete eine echte Neuheit bei uns im Dorf. Es gab Fleisch von großen drehenden Spießen, das zusammen mit Krautsalat, Schafskäse, Tomaten, Peperoni und Sauce in Fladenbrot gefüllt wurde. So kam ich zum ersten Döner meines Lebens. Im ganzen Dorf gab es einen großen Ansturm auf die kleine Imbissbude, in der es außer Döner auch Pizza gab, da alle neugierig waren. Und nicht nur ich war begeistert von dieser neuen, frischen Art von Fastfood. In Zukunft bestanden also meine Geschwister und ich in regelmäßigen Abständen darauf, Döner zu bekommen und wurden auch ansonsten recht neugierig auf die türkische Küche. Dabei waren wir alle zu diesem Zeitpunkt vollkommen unwissend: Zwar waren die Besitzer „unserer“ Dönerbude durchaus türkisch, der bei uns bekannte Döner, ist jedoch in der Türkei so nicht zu finden. Und die türkische Küche bietet viel mehr.

Dennoch ist es heute noch so, dass ich der Meinung bin, dass der Döner in dieser einen Bude der beste Döner ist, den ich je aß und jedes Mal wenn ich meine Eltern besuche und an dem Gebäude vorbeifahre, in dem dieser Schnellimbiss – der leider mittlerweile nicht mehr existiert – untergebracht war, bin ich ein bisschen traurig, dass ich dort nicht mehr essen kann.