Gestern war es soweit: Anlässlich der Eröffnung unseres METRO Online Weinshops hatten wir zur Videoweinverkostung geladen…Verkostungen via Twitter gab es schon, aber in einem Videochat? Mir bisher nicht bekannt, aber ich lasse mich da gerne belehren.

Die Einladung zum Geschmacksstreit sprach zuvor mein geschätzter Kollege Niels Rathjen aus. Die realen Weine und Gläser in froher Erwartung parat, trafen wir uns dann virtuell – und zwar jeder an seinem Rechner. Wobei der ein oder andere Teilnehmer – wie z.B. Mitarbeiter von Sipgate sich zu viert plus Hund vor der Webcam trafen. Insgesamt 20 Leute waren in zwei Sessions via Google+ Hangout anwesend. Sie lauschten den Ausführungen meiner wirklich fachkundigen Kollegen Sébastien Philippe und Niels Rathjen. Beides Weinexperten feinster Güte, wie ich finde. Ich moderierte nur hier und da etwas an. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten und dem Eingewöhnen in die Plattform, wurde es eine anregende Runde. Da trafen Geschmäcker aufeinander, wurde diskutiert, ob der Riva Leone Gavi 2010 wirklich “neutral” schmecke, worauf Huub Dykhuizen sich und uns fragte und ob das überhaupt negativ sei. Weiter verkostet mit dem südafrikanischen Five Climates Sauvignon Blanc 2011, war das fast schon einhellige Urteil, dass er doch ein wenig frischer sei und dazu ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis habe. Den Vergleich zogen unsere Weinexperten, indem sie zur “Zurückverkostung” aufgerufen haben, d.h. es wurde der Gavi im direkten Vergleich mit dem Sauvignon Blanc getrunken.

Weiter zu den Rotweinen. Zum Thema Tannine im Mund zog Niels Rathjen ein interessantes sprachliches Bild heran: Bei zuviel Tanninen sei es “als wenn man in einen Hamster beiße”. Dies führte natürlich zu allgemeiner Heiterkeit. Dass dies bei den ausgesuchten Weinen Five Climates Pinotage 2010 und Villa Brotini Chianti Classico 2008 nicht der Fall ist, konnten wohl alle schmecken.

Welcher Wein als Favorit hervorging? Da gab es verschiedene Meinungen. Björn Lampe war vom Sauvignon Blanc angetan, Rebekka sagte, dass sie im Pinotage ihren neuen Lieblingswein gefunden habe. Und? Möchten die Teilnehmer auch noch direkt hier auf dem Genussblog ihren Eindruck hinterlassen? Was ist in Erinnerung geblieben? Der ein oder andere hat sich schon via Twitter und Google + geäußert. Dafür herzlichen Dank! Auf die Frage, ob wir das wiederholen, sage ich nur lächelnd, schaun mer mal :-)