Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen, liebe Leser, geht, aber ich bin ein Fan von Wackelpudding. Das ruft Kindheitserinnerungen wach. Je leuchtender, desto leckerer fand ich ihn. Am liebsten mochte ich Waldmeister. Heute nenne ich diese Farbwelten eher nach einem chemischen Großkonzern, jedoch ist die Vorliebe geblieben. Als ich neulich auf das unten stehende Rezept gestoßen bin, war ich hingerissen.

Denn hier vereinen sich zwei Dinge: die Kirschterrine kann als Nachtisch und Vorspeise gereicht werden. Einmal mit Ziegenkäse oder Entenbrust oder Schinken, einmal mit Vanilleeis und / oder Schlagsahne als Nachtisch. Wenn man all dies weglässt, ist sie vegan. Und trotzdem lecker.

Wichtig ist natürlich, dass Sie, wenn Sie es für Vegetarier oder Veganer servieren, die Gelatine weglassen. Sie wird aus Tierknochen gewonnen. Meine Variante mit Agar-Agar funktioniert genauso gut.

Genug der Vorrede, hier ist das Rezept nach Rachel Khoos Kochbuch „Meine französische Küche“, DK-Verlag , 2013. Es kommt aus dem Baskenland. Ich habe es vegetarisiert.

 

Rezept für Kirschterrine

Zutaten

  • 1 Glas (425g) entsteinte Kirschen – Süß- oder Sauerkirschen, ganz nach Geschmack
  • (Ein paar Erdbeeren – ich habe sie für die Deko genutzt und ein paar dazu getan – muss nicht sein, ist aber schön frisch)
  • ½ Vanilleschote, aufgeschlitzt und ausgekratzt
  • 40g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 – 5 TL Agar-Agar – im Originalrezept sind es 4 Blatt Gelatine in Wasser eingeweicht.
  • 2 Zweige frischen Thymian
  • 250ml Wasser
  • cremiger Ziegenkäse (optional)

Zubereitung

Eine 500 g Fassungsvermögen Kastenform mit Frischhaltefolie auskleiden. Eine Gefrierdose tut es auch, hier braucht man dann die Frischhaltefolie nicht.

Kirschen mit dem Saft, Vanilleschote und –mark, das Wasser, Zucker und Salz bei mittlerer Temperatur unter Rühren erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann den in ein wenig kaltem Wasser verrührten Agar-Agar dazu geben. Alles ca. 2 Minuten aufkochen, vom Feuer nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.

Die Vanilleschote entfernen, Thymian Blättchen von den Stielen zupfen und in die vorbereitete Kastenform legen und anschließend die Masse in die Form füllen. Mindestens 4 Stunden oder über Nacht fest werden lassen.

Zum Servieren die Folie am Rand lösen, eine Platte oder ein Teller auf die Form legen und die Terrine stürzen. Folie abziehen und in Scheiben schneiden. Sollten Sie eine  Gefrierdose verwenden, hilft es, den Boden einige Sekunden in eine Schüssel mit heißem Wasser zu tauchen, damit sich die Terrine sich besser stürzen lässt.

Ich hatte die Terrine letztlich als Vorspeise mit cremigen Ziegenkäse serviert, ein Salat z.B. aus Chicorée hätte zusätzlich sehr gut funktioniert. Oder aber sie servieren das Ganze als Nachtisch. Wie gesagt: ein echter Tausendsassa! Wie man auf dem Bild sieht, habe ich auch Erdbeeren eingesetzt. Ich hatte sie in die abkühlende Terrine getan und zur Deko genutzt.

Nächstes Vorhaben in Richtung Kirschterrine, ist es mit frischen Kirschen zu versuchen. Danke, Stefan für die Anregung! Natürlich braucht man dann noch Kirschsaft, den man entweder hinzukauft oder man hat genug Kirschen zum Entsaften.